{"id":136,"date":"2009-08-13T23:19:46","date_gmt":"2009-08-13T21:19:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.allergie-experten.de\/wordpress\/?page_id=136"},"modified":"2009-10-20T10:39:17","modified_gmt":"2009-10-20T08:39:17","slug":"rozz-nachwuchspreis","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rozz-berlin.de\/index.php\/rozz-nachwuchspreis","title":{"rendered":"ROZZ Nachwuchspreis"},"content":{"rendered":"<p>Wichtigstes Ereignis f\u00fcr die Popularisierung von ROZZ war ohne Zweifel 1979 der 1. Preis beim 2. Pop-Nachwuchsfestival in der Sparte Jazz mit Fernsehauftritt im ARD-Programm und anschlie\u00dfendem Plattenvertrag. Wie kam es dazu?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DSCF3491.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-501\" title=\"DSCF3491\" src=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DSCF3491-220x160.jpg\" alt=\"DSCF3491\" width=\"220\" height=\"160\" srcset=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DSCF3491-220x160.jpg 220w, https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DSCF3491-100x73.jpg 100w, https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DSCF3491.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><br \/>\n<\/a><\/p>\n<h1>Pop-Nachwuchsfestivals der Deutschen Phono-Akademie<\/h1>\n<p>Die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Deutsche_Phono-Akademie\" target=\"_blank\">Deutsche Phono-Akademie<\/a>, eine Stiftung mit Unterst\u00fctzung der Schallplattenindustrie, hatte mit ihrem Generalsekret\u00e4r <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Klaus_Peter_Samson\" target=\"_blank\">Klaus Peter Samson<\/a> 1978 erstmalig ein Deutsches Pop-Nachwuchsfestival ausgerichtet, dass bis 1982 j\u00e4hrlich nationale Sieger in den Sparten \u201eFolksong\/Lied&#8220;, \u201eRock&#8220; und \u201eJazz&#8220; k\u00fcrte. Dank der zus\u00e4tzlichen Unterst\u00fctzung durch Funk und Fernsehen des Bayerischen Rundfunks, zahlreichen Veranstaltern, Medienfachleuten und bekannten K\u00fcnstlern entstand ein interessantes Forum f\u00fcr die beteiligten Bewerber und Bands, die sich in einer internen Vorausscheidung mit eigenem Demo-Material zu behaupten hatten.<\/p>\n<h1>Mehr Gl\u00fcck als Verstand bei der Vorauswahl?<\/h1>\n<p>ROZZ bewarb sich mit bescheidenen 2-Spur-Live-Aufnahmen vom 1. offiziellen Auftritt der Band (am 09.02.79 in Berlin) und gelangte damit 1979 in die Entausscheidung in der Sparte \u201eJazz&#8220;. Das hie\u00df Soundcheck, Auftritt und Fernsehmitschnitt im Stadttheater von W\u00fcrzburg vor Publikum und einer gemischten Jury, die aus je 6 Vertretern bzw. Bands der Sparten \u201eFolk\/Lied&#8220;, \u201eRock&#8220; und \u201eJazz&#8220; einen Sieger ausw\u00e4hlte.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DSCF3517.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-503\" title=\"DSCF3517\" src=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DSCF3517-220x230.jpg\" alt=\"DSCF3517\" width=\"220\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DSCF3517-220x230.jpg 220w, https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DSCF3517-100x104.jpg 100w, https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DSCF3517.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/a><\/p>\n<h1>Solidarische Aktion: Der Preis wird geteilt<\/h1>\n<p>Um dem Wettkampfcharakter auszuhebeln, beschlossen die Gruppen der \u201eRock&#8220;- als auch der \u201eJazz&#8220;-Sparte gemeinsam vor der Endausscheidung, unabh\u00e4ngig von der Entscheidung der Jury den Preis von 10.000 DM auf alle 6 beteiligten Bands bzw. K\u00fcnstler aufzuteilen (Orginalton: \u201eDie Asche wird geteilt, komme was wolle&#8220;). Das entsprach dem Zeitgeist, Solidarit\u00e4t war wichtig und so wurde es gehandhabt, als \u201eROZZ&#8220; in der Sparte Jazz und die \u201eT\u00f6rner Stier Crew&#8220; in der Sparte Rock die ersten Preise zugesprochen bekamen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DSCF3521.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-504\" title=\"DSCF3521\" src=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DSCF3521-220x293.jpg\" alt=\"DSCF3521\" width=\"220\" height=\"293\" srcset=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DSCF3521-220x293.jpg 220w, https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DSCF3521-100x133.jpg 100w, https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/DSCF3521.jpg 500w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/a><\/p>\n<h1>Mit Rock-Jazz einen 1. Preis in der Sparte Jazz<\/h1>\n<p>Beide hatten durch ihre originelle Musik und vor allem die lebendige B\u00fchnenpr\u00e4senz (manche nannten es Klamauk) zu der Entscheidung beigetragen. Die Entt\u00e4uschung bei den anderen (Jazz)musikern war zu sp\u00fcren: \u201eVerdienter Preis, aber nicht in dieser Sparte (Jazz)&#8220;, \u201ewarum Amateure und nicht Profis f\u00f6rdern?&#8220; bis zu \u201eKeine Fuzzelchen Jazz&#8220;, Originalton des Jazz-Schlagzeugers Sunk P\u00f6schl (im Gegenzug abf\u00e4llig \u201eDer Raschler&#8220; genannt). Das Dilemma von Stilmischungen (Rock-Jazz) war erneut Ausgangspunkt f\u00fcr Polarisierung und Abgrenzungen. Zus\u00e4tzliches Dilemma: <a href=\"http:\/\/www.klaus-doldinger.de\/\" target=\"_blank\">Klaus Doldinger<\/a> war ebenfalls in der Jury; ganz klar ein Musiker und Komponist, dessen eigener Erfolg auf der Fusion von Stilen beruhte. Die Presse griff die Widerspr\u00fcche gerne auf, bot sie doch einen guten Aufh\u00e4nger f\u00fcr kulturkritische Diskurse, das Verh\u00e4ltnis zur Industrie und die Aufgaben des Staates bei der F\u00f6rderung popul\u00e4rer Musikrichtungen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/BerlinerMoPoKurznotiz19791.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-527\" title=\"BerlinerMoPoKurznotiz1979\" src=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/BerlinerMoPoKurznotiz19791-220x119.jpg\" alt=\"BerlinerMoPoKurznotiz1979\" width=\"220\" height=\"119\" srcset=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/BerlinerMoPoKurznotiz19791-220x119.jpg 220w, https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/BerlinerMoPoKurznotiz19791-100x54.jpg 100w, https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/BerlinerMoPoKurznotiz19791-800x434.jpg 800w, https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/BerlinerMoPoKurznotiz19791.jpg 1875w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/a><\/p>\n<h1>Musiker mit Instrumenten oder Musiker als Instrumente?<\/h1>\n<p>Kritische Stimmen bezeichneteten die Phono-Akademie ohnehin als Lobbyverein f\u00fcr die Interessen der Tontr\u00e4gerhersteller und sahen in ihren Aktivit\u00e4ten schlichte Imageverbesserung. Unabh\u00e4ngige Bands wie <a href=\"http:\/\/www.munjumusic.com\/\" target=\"_blank\">Munju<\/a> aus W\u00fcrzburg, die eigene und industrieunabh\u00e4ngige Vertriebswege f\u00fcr ihrer Tontr\u00e4ger etabliert hatten (Schneeball 1 u. Schneeball 2; Vorreiter der \u201eIndependent-Bewegung&#8220;) nutzten die Gelegenheit, die Kommerzialisierung und Ausbeutung der K\u00fcnstler zu kritisieren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-large wp-image-556\" title=\"PhonoakademieKritik1979\" src=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/PhonoakademieKritik19792-800x1468.jpg\" alt=\"PhonoakademieKritik1979\" width=\"480\" height=\"881\" srcset=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/PhonoakademieKritik19792-800x1468.jpg 800w, https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/PhonoakademieKritik19792-100x183.jpg 100w, https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/PhonoakademieKritik19792-220x403.jpg 220w, https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/08\/PhonoakademieKritik19792.jpg 1708w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/p>\n<h1>Fazit: Preise k\u00f6nnen direkte und indirekte Folgen haben<\/h1>\n<p>R\u00fcckblickend war dieser 1. Preis, ob nun als Jazz- oder Rockband, ein echter Gewinn, auch wenn das Preisgeld aufgeteilt worden war:<\/p>\n<p>Die Ausstrahlung der <a href=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/index.php\/rozz-video-1979-2\" target=\"_self\">Fernsehaufzeichnung Ende 1979<\/a> im 1. Programm der ARD bedeutete \u00fcberregionale Popularit\u00e4t, zumal es damals nur 3 Fernsehsender in Deutschland gab.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich \u00f6ffneten sich T\u00fcren von Veranstaltern, wie z.B. dem renommierten <a href=\"http:\/\/www.quasimodo.de\" target=\"_blank\">Quasimodo<\/a> in Berlin, die zuvor verschlossen waren.<\/p>\n<p>Verschiedene Angebote von Plattenfirmen und ein durchaus fairer Vertrag mit der TELDEC \u00fcber die Produktion von 2 Langspielplatten waren ebenfalls das Ergebnis der Preisvergabe.<\/p>\n<p>Zahlreiche Kontake zu Club-Betreibern, anderen Bands und die M\u00f6glichkeit, au\u00dferhalb von West-Berlin mit seinem \u201eInselstatus&#8220; zu touren, schafften bessere Bedingungen, allerdings auch keine H\u00e4ngematte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wichtigstes Ereignis f\u00fcr die Popularisierung von ROZZ war ohne Zweifel 1979 der 1. Preis beim 2. 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