{"id":21,"date":"2009-06-05T20:11:11","date_gmt":"2009-06-05T18:11:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.allergie-experten.de\/wordpress\/?page_id=21"},"modified":"2009-12-07T19:45:52","modified_gmt":"2009-12-07T17:45:52","slug":"riff","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rozz-berlin.de\/index.php\/riff","title":{"rendered":"RIFF meets ROZZ"},"content":{"rendered":"<div>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-431\" title=\"33_Jahre_RIFF\" src=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/RIFFklein3.png\" alt=\"33_Jahre_RIFF\" width=\"527\" height=\"320\" srcset=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/RIFFklein3.png 527w, https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/RIFFklein3-100x60.png 100w, https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/RIFFklein3-220x133.png 220w\" sizes=\"auto, (max-width: 527px) 100vw, 527px\" \/><br \/>\n33 Jahre sind f\u00fcr eine Band ein stolzes Alter und ein Grund zum Feiem &#8211; aber kein Grund f\u00fcr musikalische Stagnation. Im Gegenteil, sagt die bekannte Berliner Latin- und Soul-Formation RIFF, und feiert mit ihren Fans am 04. und 05.12.2009 in der UFA-Fabrik ein Jubil\u00e4ums-Konzert mit ROZZ, Musikerkollegen aus alten Tagen, die nach 30 Jahren eine Revival hinlegen.<\/p>\n<p>Wer beim Begriff \u201eRiff\u201c an die musikalische Kategorie des breiten Mehrklangs denkt, der liegt bei der gleichnamigen Berliner Band RIFF nicht ganz falsch. Ebenso satte wie pr\u00e4zise Bl\u00e4sers\u00e4tze sind so etwas wie ihr Markenzeichen, und das \u00fcber alle von ihr beherrschten Stilarten hinweg, von Latin undJazz \u00fcber Soul und Gospel bis zu Funk sowie dem Gemisch aus all dem, fr\u00fcher gern ,,Fusion&#8220; bezeichnet. Mehr noch: die standfeste Bl\u00e4sersektion aus viel Blech plus Querfl\u00f6te ist eine tragende S\u00e4ule des markanten RIFF-Sounds. Und das seit nunmehr 30 Jahren, was schon mal in jeder Hinsicht als stolze Leistung gelten sollte. Es darf aber auch beklatscht werden, denn die Band feiert ihr 33. Jahr mit einem Jubil\u00e4umskonzert.<\/p>\n<p>,,Wir haben uns aber von Anfang an auch mit der zweiten Bedeutung von Riff identifiziert: die Gesteinsformation, an der sich die Wellen brechen, der Fels in der Brandung&#8220;, erz\u00e4hlen Wolfram Brandt und Andreas S\u00e4mrow, Trompete und Bass, Mitbegr\u00fcnder und heute so etwas wie die guten Seelen von RIFF. ,,Die sp\u00e4ten Siebziger waren ja- in &#8218;Westberlin&#8216; ganz besonders &#8211; eine Zeit reger politischer Diskussionen und Aktivit\u00e4ten, dem konnte man sich auch als Musiker nicht entziehen. Wir wollten uns auch mit unserer Musik ausdr\u00fccken und, getreu des Namens, im Meer des Mainstreams f\u00fcr Wirbel sorgen.&#8220;<\/p>\n<p>Gegr\u00fcndet 1976 und aus der Taufe gejammt bei einer WG-Party in Kreuzberg, bezog RIFF also stilistisch Position: Die musikalische Liebe galt Salsa und Latin, dem Sound aus Kuba und Nicaragua. Ein bis dahin in Deutschland noch kaum bespieltes Genre, dass zu jener Zeit weniger f\u00fcr Ethno oder Multikulti stand, sondem mehr als ein Solidarit\u00e4ts-Bekenntnis zu Latein-Amerika interpretiert wurde. ,,So spielten wir h\u00e4ufig auf Solidarit\u00e4tsfesten, 1. Mai-Feiern und so weiter, f\u00fcr die Linke war Latin die politisch korrekte Mucke. Doch Salsa ist nun mal Tanzrnusik, deswegen platzierte man uns bevorzugt zu sp\u00e4ter Stunde, wenn Protests\u00e4nger und Politrocker durch waren und alle nur noch schwoofen wollten. Die meisten von uns z\u00e4hlten sich pers\u00f6nlich durchaus zum linken Spektrum, doch als Band definierten wir uns prim\u00e4r \u00fcber die Musik und \u00fcber musikalische G\u00fcte.&#8220;<\/p>\n<p>Wer die komplexen Strukturen von Salsa- und Jazz-St\u00fccken kennt, mit ihren ausgefeilten, polyrhythmische Groove-, Bl\u00e4ser- und Gesangs-Arrangements, der wei\u00df, wie viel Arbeit das im \u00dcbungsraum macht. RIFF suchte zudem die Symbiose mit Jazz, Soul, Rock und eben ,,Fusion&#8220;. Ihr Repertoire, bis heute mehrheitlich Coverversionen, ist stets eine wohlfeile Auslese exzellenter Komponisten, von Tito Puente und Santana \u00fcber Hiram Bullock und John Handy bis hin zu Tower of Power.<\/p>\n<p>Doch RIFF hatte \u00fcber all die Jahrzehnte stets viel zu viele gute Musiker an Bord, als dass diese aus den Adaptionen nicht veritable Interpretationen mit eigener musikalischer Handschrift entwickelt h\u00e4tten: leichtf\u00fc\u00dfig, augenzwinkernd und entspannt. Zugleich ver\u00e4nderten sich \u00fcber die Jahre auch die musikalischen Schwerpunkte: je nach Besetzung und Zeitgeist mal improvisationsfreudiger Jazz oder tanzlastiger Soul-Funk, aber stets erkennbar ,,riffig&#8220; relaxt. Gleichwohl versteht sich die mitunter 15-k\u00f6pfig auflaufende Band, die von Beginn an als Kollektiv funktionierte, in ihrer Textauswahl nicht als v\u00f6llig unpolitisch. Wenn S\u00e4ngerin Ute Kannenberg die Groove- Teppiche etwa mit dem Rezitieren literarischer Texte kombiniert, verleiht das dem satten, treibenden Sound eine zus\u00e4tzliche Kraft. Dogmatisch war RIFF jedoch nie, viel lieber sympathisch selbstironisch.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/UteKannenbergAktuell.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-676\" title=\"UteKannenbergAktuell\" src=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/UteKannenbergAktuell-220x276.jpg\" alt=\"UteKannenbergAktuell\" width=\"220\" height=\"276\" srcset=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/UteKannenbergAktuell-220x276.jpg 220w, https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/UteKannenbergAktuell-100x125.jpg 100w, https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/UteKannenbergAktuell-800x1006.jpg 800w, https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/UteKannenbergAktuell.jpg 1133w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Foto: Ute Kannenberg (Tanja Berg, K\u00fcnstlername)<\/p>\n<p>Daf\u00fcr sorgt gerne die \u00fcber RIFF hinaus bekannt gewordene, charismatische Kannenberg. Ausdrucksstark und mit formidablem Scat-Gesang bewegt sie sich zwischen Jazz, Lyrik und Prosa. Ihrem Hang zu kompositorisch-klanglichen Experimenten widmete sie sich in den Achtziger Jahren mit ihrem Solo-Projekt ,,UteKaBand&#8220;, an dem auch eine Reihe RIFF-Musiker mitwirkten. Weitere Side-Projects einzelner Musiker in verschiedenen Bands unterschiedlicher musikalischer Richtungen halfen RIFF \u00fcber eine jahrelange Phase der Zellteilung hinweg.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/UteKannenbergFr\u00fcher.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-677\" title=\"UteKannenbergFr\u00fcher\" src=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/UteKannenbergFr\u00fcher-220x148.jpg\" alt=\"UteKannenbergFr\u00fcher\" width=\"220\" height=\"148\" srcset=\"https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/UteKannenbergFr\u00fcher-220x148.jpg 220w, https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/UteKannenbergFr\u00fcher-100x67.jpg 100w, https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/UteKannenbergFr\u00fcher-800x540.jpg 800w, https:\/\/rozz-berlin.de\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/UteKannenbergFr\u00fcher.jpg 1570w\" sizes=\"auto, (max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/a>Foto: Ute Kannenberg i.d. 70er Jahren<\/p>\n<p>Zueinander und ihren alten Konsens fanden die,,RIFFies&#8220; dann Mitte der Neunziger wieder. Zwar mussten und m\u00fcssen einige stets aus gr\u00f6\u00dferer Entfemung anreisen, doch f\u00fcr drei Auftritte pro Woche, die zu den aktivsten Zeiten Ende der 70er anstanden, haben die berufst\u00e4tisen Musiker ohnehin nicht mehr die Zeit.<\/p>\n<p>Der Performance und dem Spa\u00df tut dies keinen Abbruch. In einer Mischung aus RlFF-Standards und Experimentierlust kann RIFF die geb\u00fcndelte musikalische Reife ihrer Stamm-Formation im Wortsinne voll ausspielen und bei Bedarf auch professionelle Musiker einbinden. Befreit von der Beweislast fr\u00fcher Band-Jahre und neugierig auf neue Begegnungen nutzt RIFF seine wenigen Auftritte zu immer wieder spannenden Kollaborationen.<\/p>\n<p>So begeisterte die Band im vergangenen Jahr eine proppevolle Ufa-Fabrik beim Zusammentreffen auf den Berliner Soul-Chor mit wunderbar umgesetzten Soul- und Gospel-Standards; ein denkw\u00fcrdiges, tolles Konzert.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Jubil\u00e4umskonzert zum 30. Bandgeburtstag traf RIFF mit afrikanischen Musikern aus Berlin zusammen: Abdourahmane Diop und dessen Griot Music Company feierten gemeinsam mit RIFF im Veranstaltungssaal CHIP in Kreuzberg.<\/p>\n<p>Henry Steinhau<br \/>\n(aktualisiert durch J\u00f6rg Kleine-Tebbe)<\/p>\n<p><a class=\"pdf\" href=\"\/wp-content\/Riff-Zeitung.pdf\">Die RIFF-Jubil\u00e4umszeitung zum Download<br \/>\n(PDF, 1,3 MB)<\/a><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>33 Jahre sind f\u00fcr eine Band ein stolzes Alter und ein Grund zum Feiem &#8211; aber kein Grund f\u00fcr musikalische Stagnation. Im Gegenteil, sagt die bekannte Berliner Latin- und Soul-Formation RIFF, und feiert mit ihren Fans am 04. und 05.12.2009 in der UFA-Fabrik ein Jubil\u00e4ums-Konzert mit ROZZ, Musikerkollegen aus alten Tagen, die nach 30 Jahren [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":2,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-21","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/rozz-berlin.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/21","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/rozz-berlin.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/rozz-berlin.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rozz-berlin.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/rozz-berlin.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=21"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/rozz-berlin.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/21\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":353,"href":"https:\/\/rozz-berlin.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/21\/revisions\/353"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/rozz-berlin.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=21"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}